Der Use Case «LCC Kalkulation» ist Bestandteil zum integrierten Flächenmanagement, welches folgenden Use Cases besteht:
In der Gesamtheit beschreiben die Use Cases ein durchgängiges, integriertes System zur modellbasierten Erfassung, Planung, Bewertung und Bewirtschaftung von Flächen, Räumen und Gebäudevolumen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Die Flächen- und Nutzungsdaten werden weiterverwendet für die technische Vordimensionierung, die projektbezogene Flächensteuerung sowie die wirtschaftliche Bewertung über den Lebenszyklus mittels Kostenmodellen. Nach Projektabschluss werden die konsolidierten Daten in die Betriebsphase überführt und in einem digitalen Raumbuch für Flächenmanagement, Belegung, Vermietung und Facility Management genutzt. In ihrer Gesamtheit stellen die Use Cases sicher, dass räumliche, funktionale, technische und wirtschaftliche Anforderungen über alle Projekt- und Betriebsphasen hinweg konsistent miteinander verknüpft sind, Abweichungen frühzeitig erkannt werden und die erzeugten Daten dauerhaft für Entscheidungen, Betrieb und Optimierung nutzbar bleiben.
Data Template «Flächenmanagement»
Für das durchgängige Informationsmanagement wird ein Data Template «Flächenmanagement» bereitgestellt. Es bildet die zentrale, objektbezogene und wiederverwendbare Informationsstruktur für alle sechs Use Cases und umfasst die dafür erforderlichen Flächen-, Raum-, Nutzungs- und Volumeninformationen. Das Data Template legt fest, welche Objekte betrachtet werden, welche Merkmale erforderlich sind und welche Werte im jeweiligen Anwendungskontext zulässig sind.
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Dieser Use Case liegt nachfolgend als Best Practice Entwurf vor. Ziel ist es, die entwickelten Ansätze anhand konkreter Praxisbeispiele aus der gesamten Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft zu überprüfen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Weiterentwicklung ein. Langfristig sollen die Ergebnisse die Grundlage für einen breit anwendbaren Standard bilden. Möchten Sie Ihre Praxiserfahrung einbringen und sich an der Entwicklung der sechs Use Cases im Flächenmanagement beteiligen? Unverbindliche Anmeldung: ucm@buildingsmart.ch |
Der Use Case dient der groben, modellbasierten Abschätzung von Volumen (m³) und Geschossflächen (m²) in einer frühen Projektphase (Vorstudie, SIA 21). Auf tiefem Detaillierungsgrad werden Grundstück, Baukörper und Ausnützung untersucht, um die grundsätzliche Machbarkeit und die Parzellenausnützung zu beurteilen. Zweck ist es, mit geringem Aufwand eine erste räumliche und volumetrische Grundlage für Machbarkeitsstudien und die Bewertung von Wettbewerben bereitzustellen. Ergebnis sind grobe Volumen- und Flächenkennwerte (u. a. Bruttofläche, Bruttovolumen, Höhe).
Für alle Use Cases ist eine einheitliche, strukturierte und eindeutig interpretierbare Datenbasis erforderlich. Räume, Flächen, Geschosse, Gebäude und weitere räumliche Einheiten müssen eindeutig identifiziert, klassifiziert und miteinander verknüpft sein. Die benötigten Informationen sind nach definierten Standards und Klassifikationen zu erfassen, insbesondere bezüglich Flächenarten, Nutzungen, geometrischer Kennwerte und betrieblicher Eigenschaften. Dabei ist sicherzustellen, dass die Daten vollständig, aktuell, nachvollziehbar und über die verschiedenen Planungs- und Betriebsphasen hinweg konsistent nutzbar sind.
Die Volumenstudie benötigt vor allem geometrische und strukturelle Informationen zum Grundstück, Gebäude und zu den Geschossen. Relevant sind insbesondere Grundstücks- und Umgebungsflächen, Geschossflächen, oberirdische Geschossflächen, Geschoss- und Raumvolumen sowie Raumhöhen. Zusätzlich ist zwischen Innen- und Aussenräumen zu unterscheiden. Damit können unterschiedliche Baukörper- und Flächenvarianten quantitativ beschrieben und miteinander verglichen werden.

Zur Unterstützung des Use Case Flächenmanagement stehen Vorlagedateien und ergänzende Anleitungen für Archicad und Revit zur Verfügung. Diese unterstützen die strukturierte Erfassung der erforderlichen Informationen sowie die Erstellung eines IFC-konformen Modells gemäss den definierten Informationsanforderungen. Die bereitgestellten Unterlagen dienen als Hilfestellung für die Implementierung und können projektspezifisch ergänzt oder angepasst werden.



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Die Dokumente entsprechen der aktuellen Best Practice und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind auch nicht im Sinne einer aus rechtlicher Sicht allgemeingültigen Empfehlung oder Leitlinie zu verstehen, sondern soll Auftraggeber und Auftragnehmer bei der Anwendung der BIM Methode unterstützen. Die Use Cases müssen den jeweiligen spezifischen Projektanforderungen angepasst werden. Die hier aufgeführten Beispiele erheben keinen Anspruch an Vollständigkeit. Informationen beruhen auf Erkenntnissen aus der Praxis und sind dementsprechend als Best Practice und nicht allgemeingültig zu verstehen. Da wir uns in einer Phase befinden, in der Definitionen erst entstehen, kann der Herausgeber keine Gewährleistung für die Richtigkeit einzelner Inhalte übernehmen.
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Der Gesamtprozess verklammert die einzelnen Use Cases über die Projektphasen (Vorstudie SIA 21/22 à Projektierung SIA 31/32/33 à Ausführung SIA 5 à Bewirtschaftung SIA 6). Ausgehend von der Zielsetzung des Bauherrn werden die Grundlagen der modellbasierten Zusammenarbeit geschaffen (Modellierungsrichtlinie, Informationsanforderungen / EIR). Anschliessend wird entschieden, ob ein Raumprogramm benötigt wird. In der Projektierung wird das Flächen-/Raummodell in zunehmender Detaillierung aufgebaut (Volumenstudie à Vordimensionierung à Flächenmanagement Projekt); die LCC-Kalkulation läuft iterativ parallel dazu. Nach der Qualitätssicherung (Soll-Ist) gehen die Daten in den Betrieb über und werden dort laufend gepflegt. Bei Umbauten oder neuen Projekten wird der Prozess erneut angestossen.


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Nr. |
Schritt |
Zweck & Ablauf |
Rolle |
Datenfelder / Tools |
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1 |
Start / Bedarf klären |
Prüfen, ob methodische, organisatorische oder technische Grundlagen für das modellbasierte Flächenmanagement noch fehlen. |
Bauherr / BIM-Management |
Projektziele, vorhandene Grundlagen |
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2 |
Zielsetzung festlegen |
Festlegen, welche Ziele mit dem Flächenmanagement erreicht werden sollen und welche Use Cases relevant sind. |
Bauherr |
Ziele, Anwendungsfälle, Verantwortlichkeiten |
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3 |
Modellierungsrichtlinie definieren |
Festlegen der Modellierungsregeln, Klassifikationen und Mindestanforderungen an Räume und Flächen. |
BIM-Management |
Modellierungsrichtlinie, SIA 416 / 380 / 2024, SIA d0165 |
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4 |
Informationsanforderungen festlegen |
Ableiten und dokumentieren der erforderlichen Datenfelder, Klassifikationen und Austauschformate für die nachfolgenden Use Cases. |
BIM-Management / Fachplaner |
EIR, Datenfelder, IFC, digitales Raumbuch |
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5 |
Werkzeuge und Datenstruktur festlegen |
Festlegen der einzusetzenden Tools und der Struktur für Erfassung, Prüfung und Auswertung der Flächeninformationen. |
BIM-Management |
LCC Kalkulator (CRB), digitales Raumbuch, CDE / Modellplattform |
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6 |
Freigabe Grundlagen |
Abstimmung und Freigabe der Grundlagen als verbindlicher Rahmen für die nachfolgenden Use Cases. |
Bauherr |
Freigabestatus, abgestimmte Grundlagen |
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7 |
Ende |
Der abgestimmte Rahmen liegt vor und bildet die Grundlage für LCC Kalkulation, Raumprogramm und weitere Flächenmanagement-Use-Cases. |
– |
– |

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Nr. |
Schritt |
Zweck & Ablauf |
Rolle |
Datenfelder / Tools |
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1 |
Start |
Auslöser: Grundlagen liegen vor (Modellierungsrichtlinie, EIR, ggf. Raumprogramm). |
Bauherr |
Modellierungsrichtlinie, EIR, Raumprogramm |
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2 |
Prüfung Grundlagen (Detaillierung entsprechend Use Case) |
Kontrolle, ob die Grundlagen für den jeweiligen Use Case vollständig und in passender Tiefe vorliegen. |
Architekt |
Grundlagen / Anforderungen je UC |
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3 |
Grundlagen i.O.? (Entscheid) |
Nein: Überarbeitung (in Absprache mit Bauherr) und erneute Prüfung. Ja: weiter. |
BIM-Management |
– |
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4 |
Erstellung ARC-Modell |
Aufbau bzw. Detaillierung des Architektur-/Flächenmodells gemäss Use Case. |
Architekt / Fachplaner |
IfcSpace, Flächen-/Volumenmengen; Tool: Autorensoftware |
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5 |
Volumenstudie |
Eigentliche Auswertung/Erstellung |
Architekt / Fachplaner |
Grundstückfläche, Geschossvolumen, Bruttofläche, Bruttovolumen, Höhe, Flächenart SIA 416 (grob), Oberirdisch |
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6 |
QS Ist/Soll? (Entscheid) |
Qualitätssicherung. |
BIM-Management |
Soll-Ist-Abgleich |
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7 |
Abschluss |
Übergabe des Ergebnisses; Ausgabe als IFC-Modell. |
Architekt |
Output: Modell (IFC) |
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8 |
Ende |
Ergebnis liegt vor und fliesst in den Gesamtprozess zurück. |
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