Modellbasiert zusammenarbeiten (G.BUC 160)

Zusammenfassung

Der Anwendungsfall "Modellbasiert zusammenarbeiten" verbindet eine Vielzahl weiterer Business Use Cases (BUCs) als Teilprozesse. Kern des generischen Business Use Cases (G.BUC) 160 "Modellbasiert zusammenarbeiten" ist die Koordination der Ergebnisse aus den BUCs "Bestandsmodell für die Projektierung (G.BUC 24)" und "BIM-Modelle Fachbereiche für die Projektierung erstellen (G.BUC 25)". Hauptbestandteile sind dabei

  • das Bestands- bzw. Fachmodell,
  • der Austausch der digitalen Planungsergebnisse,
  • das Zusammenspiel mit den Fachverantwortlichkeiten,
  • die Koordination mit allen (BIM) Projektverantwortlichen,
  • sowie der Umgang mit entstehenden Pendenzen und der Qualitätssicherung.

Use Case Definition

Dieser Anwendungsfall dient der Erstellung des koordinierten BIM-Modells. Er wird zur Koordination der Fachmodelle in der Projektierung und der Ausführungsprojektierung benutzt, integriert die Qualitätssicherung mit Modellchecks und bedient sich hierzu der Zuweisung und Nachverfolgung von Pendenzen (Issue Tracking) mittels objektbezogener Anmerkungen - dem BIM Collaboration Format (BCF). Der Anwendungsfall aggregiert die erarbeiteten Planungsinformationen in einem Produkt Informations Datensystem (PIM) Datenmodell (Single Source of Truth) und stellt die aggregierten Informationen phasengerecht den weiteren Projektbeteiligten zur Verfügung.

Die Abbildung zeigt exemplarisch die einzelnen Fachmodelle sowie das Koordinationsmodell welches alle Fachmodelle enthält. Die Abbildung entstammt aus dem BIM-Pilotprojekt Brüttenertunnel.

Zweck und Umfang

Durch die modellbasierte Zusammenarbeit werden aus Sicht der Auftraggebenden folgende Punkte angestrebt:

  • Den Projektmitarbeitenden stehen dieselben Daten zur Verfügung (Single Source of Truth).
  • Daten werden nur einmal erhoben und Mehrfacherhebungen somit vermieden.
  • Die Datenqualität wird dadurch angehoben.

Ziele

Die Ziele des Anwendungsfalls "Modellbasiert zusammenarbeiten (G.BUC 160)" sind aus Sicht der Auftraggebenden folgende Punkte:

  • Integrierte Zusammenarbeit
  • Kontinuierliche Koordination
  • Medienbruchfreie Kommunikation
  • Wiederverwendbarkeit von Daten

Abgrenzung

Fokus dieses Anwendungsfalls ist ausschliesslich die Koordination der Bestands- und Fachmodelle. Nicht Bestandteil dieses Anwendungsfalls sind somit die im IDM weiter enthaltenen BUCs, wie

  • Bestandsmodell für die Projektierung zusammenführen,
  • Projektierung des Fachmodells,
  • und alle weiteren im Information Delivery Model (IDM) aufgeführten BUCs.

Hierfür wurden separate Business Use Cases erarbeitet.

Referenzen

Vorgabendokumente

  • Das Dokument, das die Informationsanforderungen im Projekt beschreibt ist die PIR (Project Information Requirements). Darin sind die auftraggeberseitigen Verantwortlichen für die Erstellung, Bereitstellung und Freigabe von Modellen sowie für die Qualitätssicherungen definiert. Diese Verantwortlichen schliessen alle involvierten Fachplaner ein und sind zu Projektbeginn unter Berücksichtigung aller SBB BIM Projektgrundlagen in der PIR festzuhalten.
  • Die Überlegungen/Definitionen, welche Fachbereiche modellbasiert vom externen Planer projektiert, welche SBB Fachbereiche in 2D planen und wie die Gesamtplanung im Modell abgebildet wird, sind ebenfalls über die Informationsanforderungen im Projekt festzuhalten.
  • Die Organisation und Umsetzung aller geforderten Inhalte wird mittels BIM Projektabwicklungsplan (BEP = BIM Execution Plan) beschrieben. Hier ist es sinnvoll die Vorgaben an die Inhalte des BEPs zuvor zu definieren. 
  • Derzeit sind die Bestellanforderungen noch nicht vollständig gefestigt, da diese aktuell weiter entwickelt und pilotiert werden.

 

Verantwortlichkeiten

  • Bei Abstimmungen am Modell ist es sinnvoll die verantwortlichen Modellersteller (Modellierer/Autoren) des externen Planers beizuziehen. Somit können das Vorgehen und die technischen Gegebenheiten von den Fachingenieuren nachvollzogen und in der weiteren Ausrichtung berücksichtigt werden.

Projektgruppe

-

Urheberrecht

Handhabung

Die Dokumente entsprechen der aktuellen Best Practice und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind auch nicht im Sinne einer aus rechtlicher Sicht allgemeingültigen Empfehlung oder Leitlinie zu verstehen, sondern soll Auftraggeber und Auftragnehmer bei der Anwendung der BIM Methode unterstützen. Die Use Cases müssen den jeweiligen spezifischen Projektanforderungen angepasst werden. Die hier aufgeführten Beispiele erheben keinen Anspruch an Vollständigkeit. Informationen beruhen auf Erkenntnissen aus der Praxis und sind dementsprechend als Best Practice und nicht allgemeingültig zu verstehen. Da wir uns in einer Phase befinden, in der Definitionen erst entstehen, kann der Herausgeber keine Gewährleistung für die Richtigkeit einzelner Inhalte übernehmen.

Logo SBB
  • Document Type : Use Case
  • GUID : FE571CAA-C9F9-4CE9-82B1-29F7A4CFCE38
  • Identifier : SBB.GBUC.160
  • Life Cycle Stage : SIA 112
  • Revision : V0.0.2
  • Project Status : Approved
  • Maturity level : Example
  • Use Case: In Progress
  • Processes: In Progress
  • ER: In Progress
  • Published on: Feb 1, 2022
  • Last change: Feb 11, 2022
  • Publisher: SBB
  • Author:

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