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    Leitfaden digitales Raumbuch

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    Leitfaden digitales Raumbuch
    Type de Document
    Cas d'utilisation
    GUID
    BCE5BFE9-91C8-4040-A556-8CEF6520388E
    Identifiant
    CHE 5361.01
    Phase du Cycle de Vie
    SIA 112
    Révision
    V1.0.0
    Statut du Projet
    Approuvé
    Niveau de Maturité
    Perspective
    Publié le
    20 févr. 2026
    Dernière Modification
    20 févr. 2026
    Éditeur
    buildingSMART Switzerland
    Auteurs
    • Cristina Greco
    • Cyrill Weber
    • Thomas Nescher
    • Volker Büche
    Accueil
    Cas d'utilisation
    Leitfaden digitales Raumbuch

    Cas d'utilisation Définition du Document

    Exigences d'échange

    Impression

    Groupe de Projet

    • Carolin Kählin (Universitätsspital Basel)
    • Christoph Hey (Kaulquappe AG)
    • Cristina Greco (Bjarke Ingels Group)
    • Cyrill Weber (Bauen digital Schweiz / BIM4LifeCycle GmbH)
    • Gabriel Lopez Custode (Universitätsspital Basel)
    • Monika Codourey (Swiss Center for Design and Health AG)
    • Patrick Pick (pom+)
    • Paul Curschellas (Burckhardt Architektur AG)
    • Susanna Caravatti (Felchlin Immobilien GmbH)
    • Thomas Nescher (Inspacion)
    • Uwe Rüdel (GS1 Switzerland)
    • Volker Büche (Inselspital, Universitätsspital Bern)

    Droits d'auteur

    Die Dokumente sind als «Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International Lizenz» als Namensnennung - nichtkommerziell Weitergabe - unter gleichen Bedingungen lizenziert.

    Weitere Informationen unter: creativecommons

    Manipulation

    Die Dokumente entsprechen der aktuellen Best Practice und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind auch nicht im Sinne einer aus rechtlicher Sicht allgemeingültigen Empfehlung oder Leitlinie zu verstehen, sondern soll Auftraggeber und Auftragnehmer bei der Anwendung der BIM Methode unterstützen. Die Use Cases müssen den jeweiligen spezifischen Projektanforderungen angepasst werden. Die hier aufgeführten Beispiele erheben keinen Anspruch an Vollständigkeit. Informationen beruhen auf Erkenntnissen aus der Praxis und sind dementsprechend als Best Practice und nicht allgemeingültig zu verstehen. Da wir uns in einer Phase befinden, in der Definitionen erst entstehen, kann der Herausgeber keine Gewährleistung für die Richtigkeit einzelner Inhalte übernehmen.

    Résumé de la Gestion

    Bauprojekte im Gesundheitswesen sind durch Kostendruck, Fachkräftemangel und wechselnde Anforderungen geprägt. Eine frühzeitige, betriebsorientierte Planung ist daher entscheidend. Die BIM‑Methodik unterstützt diesen Prozess, indem sie eine transparente, strukturierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht. Dafür braucht es eine ausgewogene Kombination aus Standardisierung und Flexibilität.

    Das digitale Raumbuch bildet die zentrale Datengrundlage für Planung, Bau und Betrieb. Es enthält alle relevanten Informationen zu Raumfunktionen, Ausstattung sowie baulichen und technischen Anforderungen. Diese strukturierte Informationsbasis verbessert die Entscheidungsqualität in frühen Projektphasen und stellt sicher, dass die Bedürfnisse des medizinisch‑pflegerischen Kerngeschäfts vollständig berücksichtigt werden.

    Durch die standardisierte Erfassung der Raumdaten steigt die Effizienz im gesamten Bauprozess: Fehler werden reduziert, die Zusammenarbeit wird klarer und die Bauqualität verbessert sich. Gleichzeitig erhöht die Transparenz der Daten das gemeinsame Verständnis und stärkt die Wirkung früher Entscheidungen.

    Langfristig ermöglicht das digitale Raumbuch ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen, da die Informationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg nutzbar bleiben. Klare Kommunikationswege, definierte Schnittstellen sowie standardisierte Raumtypen und Datensätze schaffen eine verlässliche Grundlage. Das Leitmotiv „Structure Follows Function“ stellt sicher, dass funktionale Anforderungen den baulichen Lösungen vorausgehen und präzise Bestellungen sowie verlässliche Kostenschätzungen ermöglichen.

    Description

    Ausgangspunkt der Expert Group Healthcare ist das Bestreben, Bauherren, Planer und Betreiber im Gesundheitssektor durch die Implementierung von BIM und einen abgestimmten Informationsfluss optimal miteinander zu vernetzen.

    Phases du Cycle de Vie

    SIA 112

    Objectifs & Avantages du BIM

    Das Ziel des Leitfadens ist das digitale Raumbuch als eine unverzichtbare Grundlage zu verankern. Es soll sowohl das medizinisch-pflegerische Kerngeschäft wie auch den Betrieb im Sinne von «BIM-to-FM» und der damit verbundenen notwendigen Informationsweitergabe von Gebäudedaten aus der Planungs- und Bauphase in die Gebäudebewirtschaftungsphase unterstützen. Zudem bildet es die Basis für umfassende Lebenszyklusbetrachtungen.

     

    Délimitation

    Der Use Case konzentriert sich auf die strategische Planungsphase und die Initialisierung eines Spitalprojekts. Er definiert die grundlegenden Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und methodischen Ansätze als Basis für alle nachfolgenden Projektphasen.

    Die weiterführenden Phasen werden in einem separaten Use Case beschrieben und sind nicht Bestandteil dieses Use Cases. Durch diese klare Abgrenzung wird sichergestellt, dass die strategische Planung die fundamentale Grundlage bildet, auf der die nachfolgenden Schritte aufbauen können, ohne sie vorwegzunehmen.

    Normes / Documents Référencés

    Abréviations

    Akronym

     

    BdCH / bSCH

    Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland

    BIM

    Building Information Modelling

    DRG

    Diagnosis Related Groups

    IDS

    Information Delivery Specification

    GTIN

    Global Trade Item Number

    SOP

    Standard Operating Procedure

     

    Description

    In den Informationsanforderungen wird dargestellt, welche Attribute für den Use Case relevant sind. In der Excel sind mehrere Mappen vorhanden:

    • Minimum Data Set
      • Für das beispielhaft ausgewählte Patientenzimmer wurde ein «Minimal Data Set» erstellt, dass als Ausgangspunkt für die beschriebenen Prozesse empfohlen wird. Die darin formulierten Informationsanforderungen basieren auf den umfangreichen Projekterfahrungen der BdCH / bSCH Expert Group Healthcare.
    • Mustervorlage - Anforderungen
      • Die Mustervorlage – Anforderungen ist so aufgebaut, dass die Anforderungen strukturiert als Attribute erfasst werden können. Auf der linken Seite ist angegeben, für welches Element die Attribute gefordert sind. Eine zusätzliche Unterteilung gibt an, welcher Teilbereich abgedeckt wird.
    • Türe
      • Übersicht aus der Norm, wie die verschiedenen Türattribute zu verstehen sind.

     

    Folgende Attribute und Bedeutungen sind in den Informationsanforderungen definiert:

    Attribut:

    Wie bedeutet das Attribut

    Beschreibung:

    Was ist die Definition des Attributs

    Beispiel:

    In welcher Form wird das Attribut beschrieben

    Zielsystem:

    In welchem Zielsystem wird das Attribut benötigt

    Use Case:

    Für welchen Anwendungsfall wird das Attribut benötigt

    Abbildung zwingend in Modell: 

    Muss das Attribut über die Modellierungssoftware zur Verfügung gestellt werden

    Pset:

    In welchem Eigenschaftenset wird das Attribut gefordert

    Einheit:

    In welcher Einheit wird das Attribut gefordert

    Parametertyp:

    In welcher Form  wird das Attribut gefordert

    Phase (Definition – Soll/BH):

    In welcher SIA-Phase muss der Attribute-Vorgabewert durch die Bauherrschaft definiert sein

    Zuständigkeit Bestellung:

    Wer ist zuständig für die Bestellung

    Zuständigkeit BH-Team:

    Wer ist innerhalb der Bauherrschaft zuständig (Stakeholder)

    Phase (Lieferung – Ist):

    In welcher Phase muss der Attributwert in der Datenbank vorhanden sein

    Zuständigkeit Lieferung:

    Wer ist zuständig für die Befüllung des Attributs 

     

    • ISO 19650-1:2018
      Organisation und Digitalisierung von Informationen über Gebäude und Ingenieurbauwerke, einschliesslich Building Information Modeling (BIM) - Informationsmanagement mit Building Information Modeling - Teil 1: Konzepte und Grundsätze
    • ISO 19650-2:2018
      Organisation und Digitalisierung von Informationen über Gebäude und Ingenieurbauwerke, einschliesslich Building Information Modeling (BIM) - Informationsmanagement mit Building Information Modeling - Teil 2: Lieferphase der Anlagen
    • ISO 19650-3:2020
      Organisation von Informationen zu Bauwerken - Informationsmanagement mit Bauwerksinformationsmodellierung - Teil 3: Betriebsphase der Assets
    • ISO 19650-4:2022
      Organization and digitization of information about buildings and civil engineering works, including building information modelling (BIM) — Information management using building information modelling Part 4: Information exchange
    • SIA 112 :2014
      Modell Bauplanung
    • SIA 343/1:2025
      Türen
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    Processus

    Fichiers disponibles uniquement pour les utilisateurs enregistrés. Veuillez vous connecter pour télécharger les fichiers.

    Diagramme de Processus

    Processus Global

    Description

    Images
    • P.5361.01 Leitfaden Digitales Raumbuch - Patientenzimmer.jpg (jpg | 121,91 KB) -
    Fichiers
    • P.5361.01 Leitfaden Digitales Raumbuch - Patientenzimmer.pdf (pdf | 125,73 KB) -

    SIA 112

    1 | Strategische Planung

    1.01 | Marktanalyse
    1.02 | Umfeldanalyse
    1.03 | Festlegung der Medizinischen Auslegung
    1.04 | Festlegung der zu planenden Kapazitäten
    1.05 | Prozesse und BO-Vorgaben
    1.06 | Betriebliches Funktionsprogramm

    Fichiers

    • P.5361.01 Leitfaden Digitales Raumbuch - Patientenzimmer.xlsx (xlsx | 721,34 KB) -
    1.07 | Projektprogrammerstellung (Quantitatives Einzelraumprogramm)

    Auf Grundlage der Definitionen aus dem Funktionsprogramm, den Betreiber- und FM-Vorgaben sowie dem bereitgestellten Minimum Data Set wird ein erstes quantitatives Raumprogramm erstellt. Dieses enthält – soweit möglich – die Bezeichnungen der Raumtypen, die geforderten Attribute sowie die erwarteten Sollwerte. Die Angaben werden anschließend in das Raumbuch 1.0 überführt.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    | Externe Beratung erforderlich?

    Die Bauherrschaft sowie der zuständige BIM-Manager entscheiden, ob zur Erstellung der Bestellgrundlage eine externe Fachplanung – beispielsweise durch Medizintechnikplaner, Architekten oder TGA-Fachplaner – hinzugezogen werden muss oder ob die Spitalinterne Fachplanung die Bestelldefinition vollständig abdecken kann.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    1.08 | Beratung

    Externe Fachplanung (Medizintechnikplaner, Architekten, TGA) wird hinzugezogen, um offene architektonische, medizintechnische und gebäudetechnische Anforderungen zu definieren.

    Initiator: Objektplaner (Architekt)

    1.09 | Bestellgrundlage

    Auf Basis der erarbeiteten Vorarbeiten wird das Raumprogramm in eine Bestellgrundlage überführt. Das quantitative Einzelraumprogramm ist dabei zu präzisieren und zu finalisieren. Die Soll-Vorgaben pro Raumtyp sowie zusätzliche Anforderungen, abgeleitet aus Use Cases oder Zielsystemen, sind eindeutig festzulegen.

    Um Übersicht zu wahren und die Komplexität zu reduzieren, sollte stets geprüft werden:

    • Wer nutzt diese Information?
    • Wer pflegt diese Information?
    • Wofür wird diese Information benötigt?

    Diese Überlegungen sind insbesondere im Kontext der Vorgaben des Minimum Data Sets relevant, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Informationen vollständig und konsistent in die Bestellgrundlage übernommen werden.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    | Aktualisierung erforderlich?

    Anhand der Inputs, Hinweise und Korrekturen wird geprüft, ob eine Änderung der Betreiber- und FM-Vorgaben, vorgenommen werden muss.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    1.10 | Betreiber- und FM-Vorgaben

    Zusätzlich zum Funktionsprogramm müssen die Anforderungen der Betreiber und des FM abgeholt und strukturiert werden (Erfassung anhand Mustervorlage – Anforderungen).

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    Images
    • P.5361.01 Leitfaden Digitales Raumbuch - Patientenzimmer.jpg (jpg | 121,91 KB) -
    Fichiers
    • P.5361.01 Leitfaden Digitales Raumbuch - Patientenzimmer.pdf (pdf | 125,73 KB) -

    Die Marktanalyse ermittelt den aktuellen und zukünftigen Bedarf an Spitalleistungen im festgelegten Versorgungsgebiet. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die demographische Entwicklung einer Region. Da ein Spital in der Nutzungsvereinbarung auf eine Betriebszeit von bis zu 50 Jahre ausgelegt wird, spielen das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur und die Morbiditätsentwicklung eine zentrale Rolle. Ferner müssen epidemiologische Daten wie die Häufigkeit und die Verteilung von Krankheiten berücksichtigt werden.

    Neben der Bevölkerungs- und Krankheitsentwicklung ist im zweiten Schritt die Inanspruchnahme von Spitalleistungen in der Region zu identifizieren. Die stationäre Bettenauslastung und die Verweildauer stehen hier im Fokus. Für den ambulanten Bereich sind es die Anzahl der ambulanten Behandlungen. Dabei ist es unumgänglich, die bestehenden Spitäler und die weiteren medizinischen Dienstleister im Versorgungsgebiet miteinzubeziehen. Das Resultat ist ein belastbares Mengengerüst (Patienten, Personal, Dritte).

    Zusätzlich sind Trends in der Gesundheitsversorgung wie der Ausbau ambulanter Leistungen, Digitalisierung, Telemedizin sowie Veränderungen im Patientenverhalten zu berücksichtigen, um zukunftsgerichtete Versorgungsmodelle in verschiedenen Szenarien zu entwickeln.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    Die Umfeldanalyse betrachtet weitere externe Faktoren, die die strategische Spitalbedarfsplanung beeinflussen. Dies betrifft einerseits gesundheitspolitische Rahmenbedingungen wie gesetzliche Vorgaben (z.B. Versorgungsauftrag bei öffentlichen Spitälern), die Krankenhausfinanzierung im stationären Aufenthalt durch die Diagnosis Related Groups (DRG) sowie bei den ambulanten Besuchen durch TARMED/TARDOC oder auch weitere Investitionsprogramme.

    Andererseits sind die strukturellen Rahmenbedingungen eines Spitalneubaus bzw. des zur Verfügung stehenden Bauperimeters determinierend. Dazu gehören die Erreichbarkeit für Patienten, Besucherinnen und Mitarbeitende und die damit verbundenen Verkehrsanbindungen und –mittel, die in eine Personenflussplanung (Gebäudezugang und Innenraum) münden.

    Wirtschaftliche Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und sind die Basis für eine erfolgreiche Projektinitiierung und -umsetzung. Die Klärung der finanziellen Spielräume, der Finanzierungsmöglichkeiten und allfälliger Kooperationen mit anderen Einrichtungen bilden die Grundlage für einen tragfähigen Finanz- und Businessplan.

    Ergänzend können ökologische Aspekte (z.B. Anforderungen an nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und Klimaschutz) in die Umfeldanalyse integriert werden, um den künftigen Anforderungen an ressourcenschonende Gesundheitsbauten zu entsprechen.

     

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    Aufbauend auf Markt- und Umfeldanalyse wird die medizinische Strategie für den Spitalneubau festgelegt. Dabei sind die folgenden Fragen handlungsleitend und müssen im Vorfeld geklärt sein:

    • Welche Fachrichtungen und medizinischen Schwerpunkte sollen abgedeckt werden?
    • Differenzierung durch Spezialisierung oder besondere Behandlungsqualität?
    • Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsdienstleistern (z. B. niedergelassene Ärzte, Reha-Einrichtungen)?

    Aus der Beantwortung dieser Fragen ergeben sich die medizinischen Kernangebote und/oder die zukünftige Spezialisierung. Auch die Unterscheidung zum Wettbewerb und/oder die Vernetzung bzw. Kooperation mit anderen Gesundheitsdienstleistern ist klar zu formulieren.

    Zudem sind, je nach Leistungsauftrag des Spitals, interprofessionelle Versorgungskonzepte sowie die Rolle des Spitals in integrierten Versorgungsmodellen zu klären. Dies betrifft sowohl Prävention als auch Reha und die Übergänge in die Langzeitpflege.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    Auf Basis der bereits aufgeführten Analysen werden die erforderlichen medizinischen Kapazitäten festgelegt und die dazu gehörenden Funktionseinheiten im Funktionsprogramm definiert. Anschliessend wird das Kernraumprogramm abgeleitet. Dies beinhaltet die Art und Anzahl der Stationen, Betten, Fachabteilungen, OP-Kapazitäten, Notfallbereiche usw. Danach folgt das quantitative begleitende Raumprogramm, damit die Funktionseinheiten ihre Aufgaben erbringen können, hierunter sind z. B. Büros, Besprechungsräume, Ausgüsse oder Lagerräume zu verstehen. Schliesslich wird der Personalbedarf berechnet, inklusive der weiteren Planungsbedürfnissen. Dies ergibt z. B. die Grössen der Personalaufenthaltsräume und/oder in Summe die Grösse der Personalumkleiden.

    Das Resultat ist ein vollständiges, quantitatives Einzelraumprogramm, mit dessen Hilfe der geschätzte Flächenbedarf berechnet werden kann.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    Für einen wirtschaftlichen und patientenorientierten Spitalbetrieb sind neben optimalen Flächen effiziente Prozesse entscheidend. Im Spital entfallen ca. 80 % der Ausgaben auf den Betrieb. Damit dies gewährleistet ist, übernimmt die Betriebs- und Organisationsplanung für die Neubauplanung folgende Aufgaben in zwei zentralen Bereichen: 

    1. Prozessoptimierung:
      • Kurze Wege für Patienten und Personal, Vermeidung von Wartezeiten. Hierfür ist die Analyse der Bewegungsströme der Patienten, der Mitarbeiter und der Warenlogistik essenziell.
      • Optimale Steuerung von Waren- und Materialversorgung durch ein entsprechendes Intralogistikkonzept.
      • Eine bedarfsgerechte technische Anlagenkonzeption, die die Anforderungen an Energieeffizienz und Zukunftssicherheit erfüllt.
      • Optimaler Einsatz von Spital-IT-Systemen, um Behandlungs- und Verwaltungsprozesse zu unterstützen. Parallel zur Bauprojektentwicklung ist analog eine entsprechende IT-Strategie zu entwickeln.
      • Geführte und gut strukturierte Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und den verschiedenen beteiligten Berufsgruppen.
      • Entwicklung von Standard Operating Procedures (SOPs) zur Effizienzsteigerung der operativen Arbeitsabläufe und Qualitätsverbesserung.
      • Einbindung von
    1. Weitere Vorgaben der Betriebs- und Organisationsplanung, wie z.B.:
      • Flächen für OPs, Notaufnahme, Pflegeeinheiten, Diagnostikbereiche und Nebenflächen (z.B. Garderoben, Erholung, Ver- und Entsorgung, Reinigung, etc.) durch Anwendung von Standardräumen in der Raum- und Funktionsplanung.
      • Flexible Arbeitseinheiten für das Personal mit Fokus auf Ergonomie und Arbeitssicherheit.
      • Flexible Ressourcennutzung durch Nutzung von gemeinsamen Ressourcen wie z.B. Grossraumbüros.
      • Einbezug der technischen Betreibervorgaben in die infrastrukturellen Anforderungen sowie Informationen aus dem medizinisch-pflegerischen Versorgungsprozess. Dies ergibt z.B. die Art und Anzahl der Medizinalgasanschlüsse, die erforderliche Raumtemperatur, notwendige Beschattung für Diagnostikbereiche, Abstands- und Sicherheitszonen, etc.
      • Anforderungen an die Aufenthaltsqualität für Patienten, Angehörige und Mitarbeitende. Dies spiegelt sich in der Grösse und Ausgestaltung von Wartezonen, die umgebende Akustik, den Tageslichtbezug durch Fenster, wieder.

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

    Anhand der Resultate aus den Punkten 1.01 Marktanalyse – 1.05 Prozesse und BO-Vorgaben wird ein Funktionsprogramm erstellt. Die Anforderungen werden als Attribute erfasst (Erfassung anhand Mustervorlage – Anforderungen).

    Initiator: Besteller (Bauherrschaft)

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